Erdbebensicherheit

 

 

 

 

Beim Entwerfen erdbebenwiderstandsfähiger Bauwerke soll die Grundkörperunterlage, der Grundkörper, das Tragwerk und die nichttragenden Bauteile als eine Gesamtheit betrachtet und ihre gegenseitige Beeinflussung berücksichtigt werden.

Die vertikalen Tragelemente, die den größten Teil der seismischen Last aufnehmen sollen im Horizontalschnitt so angeordnet sein, daß sie auch eine möglichst große Vertikallast bekommen. Durch die stabilisierende Wirkung der Vertikallast wird dann dem Kippmoment der seismischen Last entgegengewirkt.

Zur Ableitung der Horizontalkräfte (Erdbebenkräfte) ist es notwendig die iso-span EUROSPAN – Wände mit einer entsprechenden Bewehrung zu versehen. Der Grad der vertikalen, also der Biegebewehrung und der Grad der horizontalen, also der Schubbewehrung sollen mindestens je 0,15 % des Mauerquerschnittes betragen. Der Horizontalabstand der Stäbe soll nicht größer als 80 cm, der Vertikalabstand nicht größer als 60 cm sein. Beim Entstehen schräger, etwa 45° geneigter Risse wird die Querkraft von den Bewehrungsstäben aufgenommen.

Die horizontalen Stäbe sind daher wirkungsvoller, da sie die Kraft durch Zuspannungen aufnehmen während die vertikalen Stäbe lediglich durch Dübelwirkung beitragen, die sich außerdem erst bei einer großen Rißbreite einstellt. Bei der Bemessung wird daher die ganze Querkraft den Horizontalstäben zugewiesen.

Längs der oberen Mauerränder soll ein Stahlbetonringbalken (Rost) angeordnet werden. Die Sicherung wird noch verbessert, wenn längs der Bauwerkskanten und der Ränder größerer Öffnungen Stahlbetonstützen (Aussteifungssäulen) angeordnet werden, diese bilden mit dem Ringbalken (Rost) einen räumlichen Rahmen der zur Stabilität des Bauwerks beiträgt.